04.07.25
Taktile Verehrung – geschmiedete Liturgie – gespenstische Theatralik: Latente ist eine sinnliche Erkundung verkörperter Archive in Form eines künstlichen mittelalterlichen Rituals. Im Gebet vor undurchsichtigen Altären widmen sich drei Performer*innen dem erotischen Reich, verehren die Berührung als Praxis der Nostalgiebeschwörung. Eine nach der anderen, werden Schichten poröser Haut zu zeitreisenden Portalen, die sich öffnen für geisterhafte Erscheinungen, flüchtige Tänze und wundersame Spuren einer schwindenden Zukunft. Getaucht in scharlachrotes Licht oder verschluckt von verschwindenden Vorhängen, lösen sich die Tänzer*innen auf und erscheinen wieder – Jahrhunderte später – als Erinnerung an einen Körper unter dem samtenen Blick bereits abgereister Besucher*innen. Latente lädt ein zum Eintauchen in heiliges Wasser in einer Kirche aus Rauch, wo fleischliche Freuden verharren, schuldfrei und liminal, aufgehoben zwischen barocken Zärtlichkeiten und sinnlichen Beschwörungen.
Text von Claire Lefèvre, Übersetzung: Perrrformat.
Martina ist Performerin und Choreografin mit Sitz in Wien. Ihre Praxis bewegt sich zwischen selbst initiierten Arbeiten und Kollaborationen, häufig in unterstützender Rolle für andere Künstler*innen. Sie schätzt die Dynamik geteilter Autorschaft und legt Wert auf prozessorientierte Herangehensweisen. In ihrer Arbeit erforscht sie die Spannung zwischen dem Somatischen und dem Formalen – zwischen dem, was gespürt wird, und dem, was sich mitteilen lässt. Oft arbeitet sie mit Tanzpartituren, die über das verkörperte Spüren anderer Körper spekulieren und dieses erfahrbar machen wollen. Ihr Interesse gilt historischen und konzeptuellen Körpervorstellungen, ihren Darstellungen und den Überzeugungen, die wir damit verbinden. Ihre aktuelle Recherche befasst sich mit Zwischenzuständen von Präsenz und nutzt dabei Praktiken, die auf Berührung und visueller Wahrnehmung basieren. Ihr neuestes Stück Latente wurde für die 8tension-Reihe bei ImPulsTanz in Wien ausgewählt. 2022 schloss sie den Masterstudiengang Movement Research an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz ab.
Datum: Freitag, 04.07.25
Uhrzeit: 21:30 Uhr
Treffpunkt: Grubenstrasse 39
Grubenstrasse 39, 8045 Zürich




Photos by Binta Kopp / Credit: Binta Kopp, Perrrformat
Photos by Binta Kopp / Credit: Binta Kopp, Perrrformat
Photos by Binta Kopp / Credit: Binta Kopp, Perrrformat
Photos by Binta Kopp / Credit: Binta Kopp, Perrrformat
Alternative Dokumentation:
Zine von Claire Le Fèvre und Ari Ban über Latente von Martina De Dominicis.
Mit seiner alternativen Dokumentation erforscht Perrrformat neue Ansätze zur Dokumentation von Performance. Gemeinsam mit Künstlerinnen und anderen Kulturschaffenden werden Formate entwickelt, die nicht einfach festhalten, was geschehen ist, sondern neue Perspektiven auf performative Prozesse eröffnen.





Stadt Zürich
Kanton Zürich
Kanton Genf
Pro Helvetia
Stiftung Corymbo
Ernst Göhner Stiftung
Guggenheim-Stiftung
Kulturstiftung Liechtenstein
ProLitteris
Temperatio Stiftung
Migros Museum
DOCK20 / Druckwerk Lustenau / S-MAK
25 Hours Hotel
Umbo
ZHdK
Parki
Feministisches Streikhaus
Taktile Verehrung – geschmiedete Liturgie – gespenstische Theatralik: Latente ist eine sinnliche Erkundung verkörperter Archive in Form eines künstlichen mittelalterlichen Rituals. Im Gebet vor undurchsichtigen Altären widmen sich drei Performer*innen dem erotischen Reich, verehren die Berührung als Praxis der Nostalgiebeschwörung. Eine nach der anderen, werden Schichten poröser Haut zu zeitreisenden Portalen, die sich öffnen für geisterhafte Erscheinungen, flüchtige Tänze und wundersame Spuren einer schwindenden Zukunft. Getaucht in scharlachrotes Licht oder verschluckt von verschwindenden Vorhängen, lösen sich die Tänzer*innen auf und erscheinen wieder – Jahrhunderte später – als Erinnerung an einen Körper unter dem samtenen Blick bereits abgereister Besucher*innen. Latente lädt ein zum Eintauchen in heiliges Wasser in einer Kirche aus Rauch, wo fleischliche Freuden verharren, schuldfrei und liminal, aufgehoben zwischen barocken Zärtlichkeiten und sinnlichen Beschwörungen.
Text von Claire Lefèvre, Übersetzung: Perrrformat.
Martina ist Performerin und Choreografin mit Sitz in Wien. Ihre Praxis bewegt sich zwischen selbst initiierten Arbeiten und Kollaborationen, häufig in unterstützender Rolle für andere Künstler*innen. Sie schätzt die Dynamik geteilter Autorschaft und legt Wert auf prozessorientierte Herangehensweisen. In ihrer Arbeit erforscht sie die Spannung zwischen dem Somatischen und dem Formalen – zwischen dem, was gespürt wird, und dem, was sich mitteilen lässt. Oft arbeitet sie mit Tanzpartituren, die über das verkörperte Spüren anderer Körper spekulieren und dieses erfahrbar machen wollen. Ihr Interesse gilt historischen und konzeptuellen Körpervorstellungen, ihren Darstellungen und den Überzeugungen, die wir damit verbinden. Ihre aktuelle Recherche befasst sich mit Zwischenzuständen von Präsenz und nutzt dabei Praktiken, die auf Berührung und visueller Wahrnehmung basieren. Ihr neuestes Stück Latente wurde für die 8tension-Reihe bei ImPulsTanz in Wien ausgewählt. 2022 schloss sie den Masterstudiengang Movement Research an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz ab.
Datum: Freitag, 04.07.25
Uhrzeit: 21:30 Uhr
Treffpunkt: Grubenstrasse 39
Grubenstrasse 39, 8045 Zürich




Photos by Binta Kopp / Credit: Binta Kopp, Perrrformat
Photos by Binta Kopp / Credit: Binta Kopp, Perrrformat
Photos by Binta Kopp / Credit: Binta Kopp, Perrrformat
Photos by Binta Kopp / Credit: Binta Kopp, Perrrformat
Alternative Dokumentation:
Zine von Claire Le Fèvre und Ari Ban über Latente von Martina De Dominicis.
Mit seiner alternativen Dokumentation erforscht Perrrformat neue Ansätze zur Dokumentation von Performance. Gemeinsam mit Künstlerinnen und anderen Kulturschaffenden werden Formate entwickelt, die nicht einfach festhalten, was geschehen ist, sondern neue Perspektiven auf performative Prozesse eröffnen.





Stadt Zürich
Kanton Zürich
Kanton Genf
Pro Helvetia
Stiftung Corymbo
Ernst Göhner Stiftung
Guggenheim-Stiftung
Kulturstiftung Liechtenstein
ProLitteris
Temperatio Stiftung
Migros Museum
DOCK20 / Druckwerk Lustenau / S-MAK
25 Hours Hotel
Umbo
ZHdK
Parki
Feministisches Streikhaus