25.06.26
Play Dead (seit 2023) von Karolin Braegger inszeniert Mode als ein Theater der Identitätsbildung, der Aneignung, des Begehrens und des Verfalls. Schaufensterpuppen tragen einen endlosen Dialog aus Zitaten, konkurrierenden Selbstbildern und wechselnden Personae aus, während Konstruktionen des Selbst einander fortwährend bestätigen, widersprechen und verdrängen.
Die Arbeit verhandelt Fragen der Selbstinszenierung und Autor*innenschaft in einer von Zitaten, Referenzen und rasch verblassenden Trends geprägten Modekultur. Durch die Verwendung vorgefundener Texte werden die Grenzen zwischen Original und Kopie zunehmend unscharf. Aneignung erscheint dabei als produktive Strategie, durch die Identitäten fortlaufend aufgeführt und neu geformt werden.
Als Installation konzipiert, setzt die Arbeit Mannequins als Stellvertreter für Performer*innen ein. Häufig arbeitet Karolin Braegger in ihrer künstlerischen Praxis mit Stütz- und Präsentationsstrukturen, beispielsweise hölzernen Malereiträgern, Schaufensterpuppen und Ähnlichem. Anstatt als neutrale Träger zu funktionieren, bewegen sich diese Elemente zwischen Infrastruktur und Kunstwerk: Malkörper werden zu Taschen, Mannequins zu Akteur*innen, und Displays entwickeln eine skulpturale Eigenständigkeit.
Die Mannequins scheinen durch ihre T-Shirts zu sprechen, die zugleich als Bildträger, Kostüme und Projektionsflächen fungieren und eine fortlaufende Abfolge von Statements zeigen. Auf diese Weise werden die Shirts zu temporären Gastgeber*innen für geliehene Stimmen, instabile Identitäten und wechselnde Positionen, wodurch die Flüchtigkeit solcher identitätsstiftenden Aussagen betont wird. So entfaltet sich ein Geflecht aus Verführung, Nachahmung, Übertragung und Idealisierung.
Zur Eröffnung der Installation liest Karolin Braegger vor Ort aus Play Dead und tritt damit in die Arbeit ein, die sie selbst aufgebaut hat.
Karolin Braegger lebt und arbeitet zwischen Wien und Zürich. Ihre Praxis bewegt sich zwischen bildender Kunst, Mode und Performance. Sie hat einen BA in Fine Arts von der Zürcher Hochschule der Künste, ein Diplom in Bildender Kunst von der Akademie der bildenden Künste Wien, wo sie bei Heimo Zobernig studierte, sowie ein Diplom in Modedesign von der Universität für angewandte Kunst Wien. Ihre künstlerische Praxis untersucht die Schnittstellen von Skulptur, Kostüm, Installation und Display. Braegger schafft hybride Objekte, die sich zwischen Skulptur, Requisite, Kleidungsstück, Modeobjekt und szenografischem Element bewegen. Oft in textilen Formen verwurzelt, verbinden ihre Arbeiten skulpturale, performative und installative Strategien. Sie rufen körperliche Präsenz auf und funktionieren zugleich als Objekte, Figur, Requisiten und Stützstrukturen und verweisen auf menschliche Präsenz oder Absenz. Zentral für ihre Arbeit ist ein Interesse an unterstützenden und relationalen Rollen, das sie durch Zusammenarbeit, Delegation und geteilte Autor*innenschaft erforscht. Über diese wechselnden Positionen untersucht sie Sichtbarkeit, Arbeit, Intimität und Inszenierung.
Zu ihren jüngsten Einzel- und Gruppenausstellungen zählen Chess Club, Basel; City Galerie Wien; Third Space/City, Wien; Heckmannufer, Berlin; Kunstverein Gartenhaus, Wien; City Galerie Wien auf der Liste Art Fair Basel; Kunstforum, Wien; Medium P/Borgenheim Rosenhoff, Basel; City Galerie Wien auf der Miart, Mailand; All Stars, Lausanne; Cabanon, Paris; PROVENCE Pavillon, Zürich; Pina, Wien; Kunsthaus Wien; Cabaret Voltaire, Zürich; Heiligenkreuzerhof, Wien; Exile, Wien; und Sangt Hipolyt, Berlin. 2023 erhielt sie ein Atelierstipendium des Kantons Zürich an der Cité Internationale des Arts in Paris.
Datum: Donnerstag 25.06.2026
Uhrzeit: 18 Uhr
Treffpunkt:
Süd – Da Capo Bar
Bahnhofplatz 15, 8001
Barrierefrei





Photos by Binta Kopp, Credits: Binta Kopp, Perrrformat
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Albert Hubert-Stiftung
die Mobiliar
Erna und Curt Burgauer Stiftung
Johnson Stiftung
Kanton Zürich
Pro Helvetia
ProLitteris
Stadt Biel
Stadt Zürich
Stiftung Corymbo
Swisslos – Kultur Kanton BernSYSTEMA
Secret Garden Collective
Süd
Tanzhaus Zürich
Zentralwäscherei ZürichSYSTEMA
Play Dead (seit 2023) von Karolin Braegger inszeniert Mode als ein Theater der Identitätsbildung, der Aneignung, des Begehrens und des Verfalls. Schaufensterpuppen tragen einen endlosen Dialog aus Zitaten, konkurrierenden Selbstbildern und wechselnden Personae aus, während Konstruktionen des Selbst einander fortwährend bestätigen, widersprechen und verdrängen.
Die Arbeit verhandelt Fragen der Selbstinszenierung und Autor*innenschaft in einer von Zitaten, Referenzen und rasch verblassenden Trends geprägten Modekultur. Durch die Verwendung vorgefundener Texte werden die Grenzen zwischen Original und Kopie zunehmend unscharf. Aneignung erscheint dabei als produktive Strategie, durch die Identitäten fortlaufend aufgeführt und neu geformt werden.
Als Installation konzipiert, setzt die Arbeit Mannequins als Stellvertreter für Performer*innen ein. Häufig arbeitet Karolin Braegger in ihrer künstlerischen Praxis mit Stütz- und Präsentationsstrukturen, beispielsweise hölzernen Malereiträgern, Schaufensterpuppen und Ähnlichem. Anstatt als neutrale Träger zu funktionieren, bewegen sich diese Elemente zwischen Infrastruktur und Kunstwerk: Malkörper werden zu Taschen, Mannequins zu Akteur*innen, und Displays entwickeln eine skulpturale Eigenständigkeit.
Die Mannequins scheinen durch ihre T-Shirts zu sprechen, die zugleich als Bildträger, Kostüme und Projektionsflächen fungieren und eine fortlaufende Abfolge von Statements zeigen. Auf diese Weise werden die Shirts zu temporären Gastgeber*innen für geliehene Stimmen, instabile Identitäten und wechselnde Positionen, wodurch die Flüchtigkeit solcher identitätsstiftenden Aussagen betont wird. So entfaltet sich ein Geflecht aus Verführung, Nachahmung, Übertragung und Idealisierung.
Zur Eröffnung der Installation liest Karolin Braegger vor Ort aus Play Dead und tritt damit in die Arbeit ein, die sie selbst aufgebaut hat.
Karolin Braegger lebt und arbeitet zwischen Wien und Zürich. Ihre Praxis bewegt sich zwischen bildender Kunst, Mode und Performance. Sie hat einen BA in Fine Arts von der Zürcher Hochschule der Künste, ein Diplom in Bildender Kunst von der Akademie der bildenden Künste Wien, wo sie bei Heimo Zobernig studierte, sowie ein Diplom in Modedesign von der Universität für angewandte Kunst Wien. Ihre künstlerische Praxis untersucht die Schnittstellen von Skulptur, Kostüm, Installation und Display. Braegger schafft hybride Objekte, die sich zwischen Skulptur, Requisite, Kleidungsstück, Modeobjekt und szenografischem Element bewegen. Oft in textilen Formen verwurzelt, verbinden ihre Arbeiten skulpturale, performative und installative Strategien. Sie rufen körperliche Präsenz auf und funktionieren zugleich als Objekte, Figur, Requisiten und Stützstrukturen und verweisen auf menschliche Präsenz oder Absenz. Zentral für ihre Arbeit ist ein Interesse an unterstützenden und relationalen Rollen, das sie durch Zusammenarbeit, Delegation und geteilte Autor*innenschaft erforscht. Über diese wechselnden Positionen untersucht sie Sichtbarkeit, Arbeit, Intimität und Inszenierung.
Zu ihren jüngsten Einzel- und Gruppenausstellungen zählen Chess Club, Basel; City Galerie Wien; Third Space/City, Wien; Heckmannufer, Berlin; Kunstverein Gartenhaus, Wien; City Galerie Wien auf der Liste Art Fair Basel; Kunstforum, Wien; Medium P/Borgenheim Rosenhoff, Basel; City Galerie Wien auf der Miart, Mailand; All Stars, Lausanne; Cabanon, Paris; PROVENCE Pavillon, Zürich; Pina, Wien; Kunsthaus Wien; Cabaret Voltaire, Zürich; Heiligenkreuzerhof, Wien; Exile, Wien; und Sangt Hipolyt, Berlin. 2023 erhielt sie ein Atelierstipendium des Kantons Zürich an der Cité Internationale des Arts in Paris.
Datum: Donnerstag 25.06.2026
Uhrzeit: 18 Uhr
Treffpunkt:
Süd – Da Capo Bar
Bahnhofplatz 15, 8001
Barrierefrei






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Albert Hubert-Stiftung
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Erna und Curt Burgauer Stiftung
Johnson Stiftung
Kanton Zürich
Pro Helvetia
ProLitteris
Stadt Biel
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